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| HELENE APPEL | ||
| Goslarer Kaiserringstipendium 2011 | |||
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Goslarer Kaiserring-Stipendium
2011
Helene Appel - Malerei 30. 09. 2011 bis 15. 01. 2012 Helene APPEL Die Trägerin des Goslarer Kaiserringstipendiums 2011 heißt Helene Appel. Die Künstlerin, 1976 in Karlsruhe geboren, hat in Hamburg an der Hochschule für bildende Künste und am Londoner Royal College of Art studiert. Sie lebt und arbeitet heute als Malerin in Berlin. Helene Appel erhält die Goslarer Auszeichnung für ihre ebenso meisterhafte wie reflektierte Malerei. Die Künstlerin malt unspektakuläre Dinge des Alltags in spektakulärer Weise. So sehen wir mit neuen Augen, was wir in der Regel gar nicht sehen oder übersehen. Appel bringt Zwiebelstücke, Lauch-ringe, Salatblätter und Reiskörner auf die Leinwand oder Klebestreifen, Zweige, Fischernetze und Pfützen. Dabei malt sie diese einerseits augentäuschend präzise,als wolle sie den großen Trompe l oeil Malern der Kunstgeschichte Konkurrenz machen, andererseits so künstlich, dass man in keiner Sekunde vergisst, ein gemaltes Bild vor sich zu haben. Appels Absicht ist nicht, unser Auge mit dem schönen Schein der Dinge zu betrügen, sondern sie in eine malerische Aura zu tauchen. Erst dort gewinnen die Dinge ihre spezifische Sicht-barkeit und eigene Wirklichkeit. Was die junge Künstlerin in ihren Bildern inszeniert, ist ein gekonntes Spiel von Täuschung und Ent-Täuschung. Wenn sie ihren Malgrund unbehandelt lässt und die Bildfigur auf der Leinwand völlig frei stellt, lässt sie keinen Zweifel am Artefaktcharakter ihrer Werke. Zwar sehen ihre verdrehten Klebestreifen, grünen Salatblätter oder filigranen Fischernetze so realistisch aus, als habe die Künstlerin sie als Readymades der Wirklichkeit ent- nommen und auf die Leinwand gelegt. Aber zugleich erinnern ihre Bilder auch an gestische Malerei. Erst in einer bestimmten Entfernung zum Werk wird ein schwarzer Strich zum Zweig, ein brauner Fleck zur Pfütze. In diesem ambivalenten Schwanken zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion liegt ein hoher Reiz der Bilder der Künstlerin. Appel malt ihre Gegenstände aus der Draufsicht und im wirklichkeitsgetreuen Maßstab. Dennoch hat der Betrachter den Eindruck, sie studiere sie dabei wie ein Wissenschaftler, der durch ein Mikroskop auf eine unbekannte Spezies schaut. Durch diesen Blick baut sich in ihren Bildern eine Spannung auf zwischen dem Ein- druck von etwas Fremdem und zugleich Vertrautem. Sie überträgt sich auf den Betrachter. Die Ansammlung weißer Reiskörner, das Inventar fragiler Zweige, das geometrische Muster der Netze, sie alle erscheinen wie eine unbekannte Welt. Dabei löst sich Helene Appels Repräsentation von Alltagsgegenständen völlig von der herkömmlichen Tradition des Stilllebens und seiner Sym- bolik. Man denkt bei der Betrachtung ihrer Bilder eher an das schöne Wort von Karl Kraus: Je näher man ein Wort (hier: ein Bild) anschaut, desto ferner blickt es zurück. Das jährlich zuerkannte Goslarer Kaiserringstipendium wurde zum ersten Mal 1984 an Tina Juretzek vergeben. Ausgezeichnet wurden mit ihm in den letzten Jahren Peter Welz, Anja Schrey, Jan Albers, Haidée Henry und Mariusz Tarkawian. Es ist mit 5.000,00 Euro für einen Ankauf dotiert. Michael Stoeber Das Goslarer Kaiserring-Stipendium wird seit 2008 von der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken und der Volksbank Nordharz eG gefördert. Helene Appel, geboren 1976 in Karlsruhe lebt und arbeitet in Berlin Zur Ausstellung erscheinen ein Ausstellungskatalog mit einem Text von Michael Stoeber, eine VFK-Jahresgabe sowie eine handsignierte Offsetlithographie. Mi. 23.11. um 19 Uhr Künstlergespräch mit Helene Appel und Dr. Bettina Ruhrberg - anschließend Signierstunde Eintritt frei Pressetext |
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Helene Appel - Goslarer Kaiserringstipendium 2011 - Bilder |
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![]() Helene Appel, Putztuch, 2009, Öl und Acryl auf Leinwand, 61,5 x 41 x 5 cm, Courtesy Galerie Luis Campaña, Foto: Peter White ![]() Helene Appel, rice, 2011, Acryl, Öl auf Leinen, 50 x 85,5 cm, Courtesy Galerie Luis Campaña, Foto: Jens Ziehe ![]() Helene Appel, Small Nylon Net 2010, Öl und Acryl auf Leinen, 74 x 35 cm, Courtesy. The Approach ![]() Helene Appel, Untitled, 2007, Öl auf Leinwand, 88 x 61 cm Courtesy Galerie Luis Campaña ![]() Helene Appel, Kellnerin, 2009, Öl auf Leinwand, 50 x 30 cm Courtesy Galerie Luis Campaña ![]() Helene Appel, Brief, 2009, genähter Stoff, 31 x 18 cm ![]() Helene Appel, Chopping Board (2), 2010, Öl auf Leinwand, 30 x 45 cm Courtesy. The Approach Helene Appel, Goslarer Kaiserring-Stipendium 2011 Arbeitsbesuch im Mönchehaus Museum, Juni 2011 ![]() (v. l.) Sabine Kempfer, Goslarsche Zeitung, Helene Appel, Bettina Ruhrberg, Direktorin Mönchehaus Museum, Foto: S. Engel, Goslar Ausstellungseröffnung - Helene Appel Goslarer Kaiserring-Stipendium 2011 Fotos: S. Engel, Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar Überreichung des Stipendiums - Bettina Ruhrberg, Werner Otte, Helene Appel, Hans-Dieter Reichelt ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar Begrüßung: Dr. Bettina Ruhrberg, Direktorin Mönchehaus Museum ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar Grußwort: Hans-Dieter Reichelt, Vorstandssprecher der Volksbank Nordharz eG / Stiftung Niedersächsischer, Volksbanken und Raiffeisenbanken ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar Einführung: Anna-Catharina Gebbers, Berlin ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar Überreichung des Stipendiums durch Hans-Dieter Reichelt, Bettina Ruhrberg und Werner Otte ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar Künstlergespräch - Helene Appel im Mönchehaus Museum Goslarer Kaiserring-Stipendium 2011 Fotos: S. Engel, Goslar ![]() Helene Appel, Künstlergespräch im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Künstlergespräch im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Künstlergespräch im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Künstlergespräch im Mönchehaus Museum Goslar ![]() Helene Appel, Künstlergespräch im Mönchehaus Museum Goslar |
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| Das
Goslarer Kaiserring-Stipendium wird großzügig gefördert
von der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken und der Volksbank Nordharz eG |
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2011 mönchehaus
museum goslar |
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