Norbert Tadeusz, geboren
1940 in Dortmund
Lebt und arbeitet in Düsseldorf und Castelnuovo dElsa/Italien
Fotograf: Andreas Woitschütze
Courtesy: Atelier Tadeusz, © VG Bild-Kunst
TIME
AFTER TIME
NORBERT
TADEUSZ ZUM 70.
15.
05. - 01. 08. 2010 im Mönchehaus Museum Goslar
Time
after Time Der Ausstellungstitel ist von der Musik von Miles Davis
inspiriert.
Anlässlich seines 70. Geburtstages zeigt das Mönchehaus Museum Goslar
bedeutende
Werkphasen des Düsseldorfer Malers Norbert Tadeusz aus den Jahren 1965-2009.
Die
Ausstellung umfasst ca. 40 Gemälde und ca. 25 Arbeiten auf Papier
Der Künstler, 1940
in Dortmund geboren und ehemaliger Meisterschüler von Joseph
Beuys an der Kunstakademie in Düsseldorf, ist einer der großen gegenständlichen
Maler
der Gegenwart. Von 1991-2003 lehrte er an der Hochschule für Bildende Künste
in
Braunschweig. Seine Gemälde zeichnen sich durch komplexe Kompositionen,
überzeugende Formstrenge und eine überwältigende Farbkraft aus.
Oft zitiert wird der
programmatische Satz des Künstlers: Ich male, was ich gesehen habe.
Er darf
keineswegs so missverstanden werden, als ob es Tadeusz in seiner Kunst um Realismus
oder Naturalismus ginge. Seine Bilder buchstabieren die Wirklichkeit nicht nach,
sondern
entwerfen sie neu. In dieser Neuschöpfung kommt immer wieder Tadeusz
Gefühl einer tief
greifenden existentiellen Verunsicherung zum Ausdruck. Schauplätze seiner
Bilder sind
der Schlachthof und das Schlafzimmer wie auch das Künstleratelier. Wenn
Norbert
Tadeusz diese Dramen wiederholt aus der Draufsicht malt, bezeugt das seinen
Willen zu
Erkenntnis und Klarheit im Strudel der Affekte.
So wie Tadeusz seine Bilder
im Allgemeinen organisiert und wie er in ihnen im
Besonderen den Schatten einsetzt, verweigert er sich indes ganz entschieden
eindeutigen
Setzungen. Der Schatten ist bei ihm nicht einfach ein dunkles alter ego von
Mensch und
Ding, sondern von eigener Gestalt und Ausdruckskraft. Oft beherrscht er in vielgestaltiger
Potenz seine Bilder und wird zu deren eigentlichem Protagonisten. Die Farbe,
die
Tadeusz seinen Schatten gibt, reizt alle Möglichkeiten der Palette aus.
Sie reicht vom
tiefen, samtenen Schwarz über ein glühendes Rot bis hin zum dunklen
Grün und hellen
Blau. Und sie bezeugt einmal mehr, dass es dem Maler nicht darum geht, in seinen
Bildern
das Sichtbare wiederzugeben, sondern Wirklichkeit sichtbar zu machen.
Tadeusz Bilder speichern
all das, was der Maler gesehen hat. Darunter dürfen wir nicht
nur Seherlebnisse zählen, die aus seiner Erfahrung der Welt herrühren,
sondern auch aus
seinem Studium der Kunst. In einem Gespräch erwähnt Norbert Tadeusz
seine
Beschäftigung
mit Bonnard und Beckmann, Hopper und Bacon. Alles, was er sieht, sieht er
zugleich als Maler, der in der Geschichte der Kunst zu Hause ist.
Michael Stoeber
Zur Ausstellung erscheint
eine VFK-Jahresgaben.
Zur Ausstellung ist der Katalog
Norbert Tadeusz. Dunkle Begleiter.
Schattenbilder 1965-2009 im Kerber Verlag erschienen. Sonderpreis: 25,-
€
Pressetext
Einladung
















