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Ingo
Lie,
nicht
alle,
2004, Mischtechnik auf Papier,
29,9
x 21 cm © 2004 Ingo Lie
Ingo
Lie
Janus Pass  
Ausstellungsimpressionen
Jahrgang
1952, zahlreiche Aktionen und Installationen im
In-
und Ausland. Einzelausstellungen u.a. in Hamburg, Hannover, Göttingen,
Zürich, Lausanne, Berlin, Reutlingen; Ausstellungbeteiligungen u.a.
Köln, Hannover, Würzburg, Arezzo, Wien, Insbruck, Berlin.
Ingo
Lie lebt und arbeitet in Hannover. |
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Mit
der Ausstellung Janus-Pass von Ingo Lie eröffnet das Mönchehaus
Museum eine neue Ausstellungsreihe. Unter dem Titel
Der Weisse Raum werden in kleinen, konzentrierten Ausstellungen
Positionen der internationalen zeitgenössischen Kunst anhand des Mediums
der Zeichnung vorgestellt. Die Zeichnung ist wie kaum ein anderes künstlerisches
Medium in unmittelbarer Weise direkter Ausdruck der künstlerischen
Idee und so werden in der neuen Reihe künstlerische Haltungen unterschiedlichster
Art in Form prägnanter künstlerischer Statements im Mönchehaus
Museum zu Gast sein.
Nicht
von ungefähr beginnt die Reihe mit dem Hannoveraner Künstler Ingo
Lie, dessen Werke bildnerischer Ausdruck umfassender Gedankensysteme und
Weltentwürfe sind. Ingo Lies Arbeiten entstehen als thematisch gebundene
Werkzyklen. Dabei steht die Verfassung der Welt, ihre geheime Struktur und
die grundsätzlichen Bedingungen ihres Seins ebenso im Mittelpunkt wie
die Entwürfe, die der Künstler zur Veränderung dieser Welt
vorstellt. Die Werkzyklen der vergangenen Jahre umkreisten Themen wie Babylon,
Gottesmaschinen,Mensch-Tier - Der Plan
oder
Rot und Blau.
Unter dem Titel Janus-Pass stellt Ingo Lie neue Arbeiten aus
jüngst entstandenen Zeichnungszyklen zusammen. Dabei geht es ihm um
den Blick auf eine Welt, die zunehmend sich selbst bespiegelt.
Ingo
Lies Zeichnungen bestechen durch ihre meisterhafte Beherr-schung der unterschiedlichsten
Techniken, wie durch den gewagten Assoziationsraum ihrer figurativen Bildfindungen.
So entstehen Bilder, in denen der Betrachter auf den Spuren der Geheimnisse
der Welt lesen kann wie in einem geheimen Folianten der Bildzeichen. Seit
einiger Zeit werden diese Bildfindungen darüber hinaus mit Elementen
durchsetzt, die der Künstler am Computer generiert. So entstehen im
Zusammenprall unterschiedlicher Bildwirklichkeiten Räume des assoziativen
Denkens. Fragmente des menschlichen Körpers werden kurzgeschlossen
mit Emblemen des Animalischen und Piktogrammen der technischen Wirklichkeit.
In der Zeichnung Lies verbinden sich diese konträren Elemente zu einem
Bild der Welt. In seiner künstlerischen Handschrift der Zeichnung entsteht
ein Raum der Zeichen, in dem wir die Hoffnung auf die Lesbarkeit der Welt
wieder aufnehmen können.
Zur Ausstellung
erscheint eine Publikation mit Texten von Carsten Ahrens und Ingo Lie, sowie
eine Offsetlithographie des Künstlers.
Am Sonnabend, dem 10. September 2005, wird Ingo Lie
zu einem Künstlergespräch mit Carsten Ahrens im
Mönchehaus Museum zu Gast sein. Beginn ist um 15.30 Uhr.
Pressetext
Mönchehaus
Museum |
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