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Hinnerk
Schrader,
Ohne
Titel / Kopf eines Lamms, Tänzerin, Kopf,
1985, Kreide, Tempera und Collage auf Papier,
29,5
x 21 cm © Schrader
Hinnerk
Schrader
Zeichnungen, Bilder, Objekte   
Im
Mönchehaus Museum für moderne Kunst Goslar
16. April bis 29. Mai 2005
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Pressemitteilung
Hinnerk
Schrader (1932 in Nahrendorf geboren, 1989 in Ronnenberg bei Hannover gestorben)
hat als Maler, Zeichner und Konstrukteur fragiler Zeltbauten und poetischer
Skulpturen aus Fundstücken ein umfangreiches, annähernd 3500 Arbeiten
umfassendes Werk von beeindruckender Vielfalt hinterlassen.
Dem
Mönchehaus Museum für moderne Kunst ist es gelungen, den Nachlaß
Hinnerk Schraders, der sich bislang in der Obhut seiner Familie befand,
langfristig in die Sammlung des Hauses einzubinden und somit die Bestände
des Instituts in besonderer Weise zu erweitern.
Mit
einer umfassenden Ausstellung wird der Formenreichtum des Werkes von Hinnerk
Schrader mit Zeichnungen, Bildern und Objekten erstmals in Goslar vorgestellt
Die
Bildwelt, die sich in den Arbeiten Hinnerk Schraders entfaltet, eröffnet
den Blick auf eine Kultur, die unserer Erfahrung von Wirklichkeit fremd
geworden ist. Fern und entrückt erscheinen die Figuren, die hier ihren
Auftritt haben. Wir machen geflügelte Wesen aus, die wir wissend im
Reich der Fabel zu orten glauben.
Hirten, Boten und Jäger erscheinen - es herrscht Windstille. Die Figuren
tragen Nachtgepäck. Sie finden die Ruhe auf der Flucht. Hinnerk Schraders
Bildwelten sind metaphorische Landschaften, in denen die grundsätzlichen
Fragen der menschlichen Existenz in geheimnisvoller Weise angestimmt werden.
Darin liegt die unverbrüchliche Zeitgenossenschaft seines Werkes.
Schraders
Bilder, Zeichnungen und Objekte erscheinen wie Bühnen einer anderen
Welt. In der Verletzlichkeit der Figuren, der Fragilität ihres Auftritts,
der einen zeitlupenhaft gedehnten Augenblick nur zu währen scheint,
eröffnet sich eine Szenerie, die Samuel Beckett als den Schauplatz
des Individuums beschreibt, als den Schauplatz eines ständigen Umfüllprozesses
aus dem Gefäß, das die träge, blasse und eintönige
Flüssigkeit der Zukunft enthält, in das Gefäß, das
die bewegte Flüssigkeit der Vergangenheit bewahrt. In der Überlagerung
der Gezeiten des Individuums wird ein Raum eröffnet, der aus der Zeit
gerissen ist.
Nicht
von ungefähr hat Hinnerk Schrader im Werk Samuel Becketts Wahlver-wandtes
gespürt, Wahlverwandtschaften der Schreibweise, die sich in der Textur
der Bilder zu spiegeln scheinen. Die kreisende Bewegung um den immer gleichen
Kern, der namenlos bleibt, das Verschwinden des Benennbaren, der Sog der
Zeichen, der in keiner Bedeutung versiegt, sondern auf die Stille zusteuert,
den Ort des Schweigens anvisiert, in dem alles Wissen aufgehoben ist. Diesen
Ort wird die Ausstellung in der Vielfalt des Werkes inszenieren.

Carsten Ahrens
Pressetext
Mönchehaus
Museum Shop |
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Hinnerk Schrader,
Ohne Titel / Flügelfigur,
1988, Enkaustik, Kreide, Collage auf Papier
© Schrader
Hinnerk
Schrader,
Ohne Titel / Stehende Figur im langen Gewand mit Palmwedel, um 1985,
Bleistift, Tempera, und Zeitungspapiercollagen auf Zeichenkarton am
unteren Rand gerissen, 31 x 22 cm ©
Schrader
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