Michael
Burges
1954 geboren in Düsseldorf
lebt und arbeitet in Düsseldorf
Thema der abstrakten
Bilder von Michael Burges ist die Interaktion von Farbe, Raum und Energie. Den
Künstler faszinieren optisch-physikalische Phänomene wie Lichtreflexionen,
Gravitationskräfte, Wellenbewegungen und Strahlungsenergien. Inspiriert von
wissenschaftlichen Erkenntnissen der Quanten- und der Stringtheorie untersucht der
Künstler systematisch in verschiedenen Serien Strukturen und Oberflächen des
Bildraums aus Licht und Farbe, die sich in Dichte, Frequenz und Modulation
unterscheiden. Der physikalische Begriff der „Schwingung“ findet sich in den
optischen Vibrationen seines malerischen Universums wieder. Michael Burges betont
gerne, dass sich die Mathematiker und Physiker bei der Entwicklung ihrer Formeln
von einem Sinn für „Schönheit“, auch von einer Ästhetik der „Eleganz“ und
Symmetrie leiten lassen. Seine Gemälde sind dennoch nicht als Illustrationen von
Formeln oder konkreten Theoremen gemeint. Burges beschreibt sie als „künstlerische
Fiktionen“ oder „intuitive Modelle“ imaginärer Räume.
Ein freies Spiel mit
dem Farbmaterial und ein mehrschichtiger Bildaufbau erzeugen in diesen Räumen
Energie, Klang und Emotion. Wie schon in der klassischen Moderne – bei Kandinsky,
Kupka u.a. – finden sich synästhetische Beziehungen zur Musik und zur Kosmologie.
Mit seinen ästhetischen Untersuchungen über die Natur von Farbe, Raum und Energie
und das menschliche Wahrnehmungssystem unternimmt der Künstler keinen geringeren
Versuch, als Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft einander wieder anzunähern.
Die Ausstellung im
Mönchehaus Museum konzentriert sich auf die letzte Werkphase des Künstlers und
zeigt ca. 20 Bilder aus den Serien der „Refractions“ und „Waves“ paintings.
Exklusiv für das
Mönchehaus-Museum hat Michael Burges die Edition „painting studies“ aus der „Seria
italiana“ hergestellt. Es handelt sich hierbei nicht um druckgraphische Werke,
sondern um 20 Unikate, d.h. kleinformatige Bilder (Öl/Acryl auf Karton) mit
ähnlichen Motiven.
Während der Laufzeit
der Ausstellung können sie zu einem Subskriptionspreis von € 800,– erworben
werden; danach beträgt der Preis € 870,– (für VFK-Mitglieder € 750,–, danach €
820,–).
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