Geschichte des Kaiserrings

Ankunft von Henry Moore 1975 in Goslar mit einem Bundesgrenzschutz-Hubschrauber, mit Th.K.Peter Schenning, 1975
Ankunft von Henry Moore 1975 in Goslar mit einem Bundesgrenzschutz-Hubschrauber, mit Th.K.Peter Schenning, 1975
Foto: Volker Schadach, Goslar

Im Jahr 1974 entwickelte der Goslarer Unternehmer und Kunstliebhaber Peter Schenning die Idee, die mittelalterliche Stadt Goslar an die moderne Kunst heranzuführen. Im gleichen Jahr gründete er den Verein zur Förderung moderner Kunst. Der Verein hatte es sich zum Ziel gesetzt, mit der Stiftung eines internationalen Preises für herausragende Positionen der zeitgenössischen Kunst eine Verbindung zwischen der reichen kulturellen Vergangenheit Goslars und der Gegenwart herzustellen. 1975 erhielt der englische Bildhauer Henry Moore den ersten Kaiserring, einen in Gold gefassten, glasklaren Aquamarin, in den das Siegel Heinrich IV. eingraviert ist. Entworfen hat ihn der Worpsweder Goldschmied Hadfried Rinke. Jedes Jahr wird ein Unikat für den jeweiligen Preisträger angefertigt.

Die Liste der Preisträger in der nunmehr 38jährigen Geschichte des Kaiserrings liest sich ohne Übertreibung wie ein „Who is who“ der zeitgenössischen Kunst. Dass es einer mittelalterlichen Kaiserstadt im Harz gelungen ist, Mitte der 70er Jahre einen der bedeutendsten Kunstpreise in Deutschland ins Leben zu rufen und bis heute das Renommée des Preises ohne Unterbrechung zu erhalten und weiterhin auszubauen, kann man – wie es die Zeitschrift Monopol 2004 getan hat – bedenkenlos als „Wunder von Goslar“ bezeichnen.

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Aufsätze zur Geschichte des Kaiserrings

Die Geschichte des Kaiserrings und die Bedeutung des Kunstpreises sind in dem Katalog »Glanzstücke moderner Kunst. Werke der Goslarer Kaiserringträger (1975-2013)«, Mönchehaus Museum Goslar 2013, in zwei Aufsätzen von Bettina Ruhrberg und Wulf Herzogenrath ausführlich beschrieben:

Aufsätze in »Glanzstücke moderner Kunst. Werke der Goslarer Kaiserringträger (1975-2013)« (PDF, 5 MB)