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Ausstellung, 30. September 2006 — 31. Januar 2007 

Anja Schrey

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Anja Schrey erhielt das Kaiserring-Stipendium 2006.

Sie wurde 1967 in Viersen geboren und studierte von 1992 bis 1998 bei Jan Dibbets an der Kunstakademie in Düsseldorf. Im Jahr 2000 erhielt sie das Ringenberg-Stipendium des Landes NRW, vier Jahre später ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW. Seit Frühjahr 2006 lebt und arbeitet Anja Schrey in Berlin.

Die Kunst von Anja Schrey kreist um Vorstellungen und Phantasien von weiblicher Identität. Dabei konzentriert sie sich auf das Medium der Performance und der überlebensgrossen Buntstiftzteichnung. Mit feinen Parallelverläufen und Schraffuren entstehen in akribischer Genauigkeit hyperrealistische Selbstporträts auf weißem Grund. Licht- und Schattenzonen erzeugen stoffliche Oberflächen und vermitteln eine ungeschönte Körperlichkeit. In der betonten Verwendung von Posen verbergen die Figuren ihre Individualität. Ihre Gesten enthüllen gesellschaftliche und mediale Rollenzuweisungen, wirken aber dennoch uneindeutig und befremdlich. Das kühl dargestellte Ich lässt beim Betrachter ein Gefühl von Entfremdung entstehen.

Mit diesen Darstellungen einer „konstruierten Identität“ eröffnen die Selbstporträts einen Fragenkomplex rund um Looks und Image, Identität und Typus.


Ausstellungsansichten

Ausstellung Anja Schrey – Mönchehaus Museum, Goslar – 2006
Fotos: Bernhard Heinze, Weddingen

Liegende, 2004, Crayon on paper, 400 x 240 cm
Liegende, 2004, Crayon on paper, 400 x 240 cm
Stehende II und Selbstportrait Hinten
Stehende II und Selbstportrait Hinten

Vernissage

Fotos: G. Kortlüke